31 Attacken auf Schweizer Wasserkraftwerke

8. Februar 2015

Die «SonntagsZeitung» gab drei Wochen vor, ein Wasserkraftwerk zu sein – und wurde aus weltweit 15 Destinationen von Hackern angegriffen.

Normalerweise versucht die Tessiner Sicherheitsfirma Nozomi Networks Cyberkriminelle von Industrieanlagen fernzuhalten. Für die «SonntagsZeitung» hat das Unternehmen den Spiess umgedreht. Es entwickelte einen sogenannten Honeypot, um Angreifer anzulocken; so wie ein Honigtopf die Bären.

Mit einer Industrie-Software von Siemens gaukelte sie bösen Hackern vor, ein Wasserkraftwerk zu sein, und dokumentierte über drei Wochen, wer auf die vermeintliche Anlage zugriff, und was die Besucher dort vorhatten. Das Ergebnis lesen Sie hier auch im Datenblog.

In drei Wochen kam es zu insgesamt 31 «Ereignissen» im Honigtopf der «SonntagsZeitung». Hochgerechnet auf alle Wasserkraftwerke wären das in einem Jahr 240’000 Ereignisse, oder Angriffe. Die Hacker, die im Honigtopf schleckten, stammten aus elf Ländern. In den meisten Fällen waren es Späher. Sie besuchten die vermeintliche Anlage, sammelten Informationen über die eingesetzte Technologie, die Grösse des Kraftwerkes oder die Einspeiseschnittstelle ins Stromnetz, und verschwanden wieder.

Lesen Sie mehr unter Sonntags Zeitung


Front gegen Lohnsenkungen ab 55

7. Februar 2015

Mitarbeiter würden im Alter weniger produktiv und sollten deshalb weniger verdienen: Die Idee aus Wirtschaftskreisen stösst bei Gewerkschaften auf Widerstand. Auch Unternehmen zögern – es gibt aber Firmen, die zumindest Lohnerhöhungen für ältere Mitarbeiter ausschliessen.

schach2Peter Hasler, der heutige Präsident der Post, wollte die Debatte schon 2005 anstossen. Damals, noch als Direktor des Arbeitgeberverbandes, forderte er, Dienstalters-Zulagen seien abzuschaffen. Und: «Ein Leistungslohn bedeutet, dass es irgendwann wieder hinuntergehen kann».

Hans Hess, Präsident des Industrie-Verbands Swissmem, doppelte letztes Jahr im Interview mit «ECO» nach: Mitarbeiter über 55 hätten vielleicht nicht mehr das gleiche Leistungsvermögen und müssten bereit sein, Lohneinbussen in Kauf zu nehmen.

Für Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, ist der Vorschlag indiskutabel: «Diese Forderung würde einzig dazu führen, dass die Arbeitgeber auf Kosten der Angestellten mehr Gewinn machen können». Vielmehr sollten Arbeitgeber mehr in die Weiterbildung und die Gesundheit ihres Personals investieren – bereits bevor die Mitarbeitenden 55 Jahre alt seien.

Das eigentliche Problem dieser Altersgruppe sei aber die Schwierigkeit, nach einer Kündigung wieder einen Job zu finden. Lampart verweist auf eine Studie der Universität Lausanne. Das ernüchternde Resultat: Nach einer Firmenschliessung hatten 80 Prozent der Personen unter 55 Jahren nach rund zwei Jahren wieder eine Stelle, bei den 55- bis 59-Jährigen aber traf das nur auf 53 Prozent zu, bei den 60- bis 64-Jährigen auf 13 Prozent. Und: Ältere wurden, wenn überhaupt, zu deutlich tieferen Löhnen wieder angestellt.

Weitere Informationen auf srf.ch


Cloud Computing: 10 Chancen und 10 Risiken

7. Februar 2015

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Was sind die 10 grössten Chancen?

Tiefe Investitionskosten Die Investition in eigene Hardware entfällt. Software kann zudem oft nutzungsbasiert lizenziert werden.
Pay as you go Keine bzw. kurze Kündigungsfristen.
Nutzungsabhängige Abrechnung Es wird nur bezahlt, was effektiv genutzt wird.
„Unbegrenzte“ Skalier-barkeit Grosse Cloud-Anbieter versprechen nahezu unbegrenzte Skalierbarkeit.
Self Service Die Kunden können die meisten Parameter selber und ohne Umweg über den Betreiber einstellen.
Dynamik Dank Self Service und Virtualisierung können die Ressourcen (CPU, RAM, Diskspace etc.) sehr schnell dem aktuellen Bedarf angepasst werden.
Optimierte Kapazitätsnutzung Da diverse Kunden mit unterschiedlichen Anforderungen dieselbe Infrastruktur nutzen, kann diese besser ausgelastet werden.
Dezentrale Nutzung Die Cloud ist über das Internet weltweit verfügbar.
Standardisierung Die Standardisierung der Services in der Cloud vereinfacht die Handhabung und zwingt zur Konzentration auf das Wesentliche.
Auslagerung Betrieb Diverse Aufgaben der internen IT fallen bei einem Outsourcing in die Cloud weg.

Was sind die 10 grössten Risiken?

Infrastruktur in Fremdbesitz Was passiert mit den Daten und Applikationen, wenn Server beschlagnahmt werden, zum Beispiel weil ein anderer Kunde illegale Inhalte verbreitet hat?
Geteilte Ressourcen Andere Kunden benutzen dieselbe Infrastruktur. Was passiert, wenn einer davon gehackt wird, eine DDoS Attacke erleidet, oder sogar selber andere Kunden auf denselben Systemen angreift?
Unklare Datenhoheit Gehören Ihre Daten auf den Systemen des Anbieters wirklich den Kunden oder sagen die Geschäftsbedingungen bzw. die lokalen Gesetze etwas anderes?
Fehlende Compliance Erfüllt der Anbieter Compliance-Vorschriften wie PCI-DSS, FINMA, ISO 27001, SOX etc.?
Lokalisierung der Systeme Wie ist die Gesetzgebung am Ort des Anbieters? Amerikanische Anbieter zum Beispiel sind US-Gesetzen unterworfen, sodass die USA auch auf Daten ausserhalb der eigenen Landesgrenzen Zugriff nehmen.
Komplexe Infrastrukturen Komplexe Systeme gehen auf komplexe Weise kaputt. Trotz – oder gerade wegen – vielfältiger Redundanzen fallen Clouds immer wieder aus.
Anonyme Betreiber Wer sind die Menschen hinter der Cloud? Erhalten Kunden Unterstützung bei Problemen oder müssen sie sich die Antworten mühsam in Foren und FAQs zusammensuchen?
Standardisierte Lösungen Entsprechen die auf Massenproduktion ausgelegten Cloud-Services Ihren Anforderungen oder müssen Sie sich der Cloud anpassen?
Komplexe Verträge Verträge mit Cloud Anbietern sind kompliziert, oft nur in englischer Sprache verfügbar und ständigen Änderungen unterworfen.
Lasche Service Level Agreements Die Anbieter versprechen zwar hohe Service Levels, sind sich selber gegenüber aber sehr grosszügig wenn sie diese nicht einhalten.

Lesen Sie weitere Details auf accountingundcontrolling.ch eine Publikation der AKAD Business AG


Schweizer Data-Zentren – guter Ruf ist Gold wert

7. Februar 2015

Nach Snowdens Enthüllungen zu den Überwachungs- und Spionagepraktiken von Geheimdiensten steigt die Nachfrage nach Data-Zentren in der Schweiz stetig. Sind die Daten hier besser geschützt als anderswo? Und birgt der neue Geschäftszweig nicht auch Risiken wie ehemals das Bankgeheimnis?

Optical FibersDie Schweiz hat gute Chancen, zu einem wichtigen Standort für Data-Zentren zu werden. Denn das geltende Geschäftsgeheimnis verpflichte Anbieter zu einem hohen Sicherheitsstandard, sagt Hannes Lubich, Professor für IT-Systemmanagement an der Fachhochschule Nordostschweiz.

Punkten kann die Schweiz aber auch mit dem Datenschutz, der insbesondere im Vergleich zu den USA bei der Datenspeicherung besser ist. Als Beispiele nennt der eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür unter anderem die hier geltenden Grundsätze für den Zugriff auf Daten wie auch deren Löschung.

Die Data-Zentren, seien sie im Berg oder in einem gewöhnlichen Gebäude, profitierten ausserdem vom Image der sicheren, politisch neutralen und stabilen Schweiz, ergänzt Roland Portmann, Dozent für IT-Sicherheit an der Hochschule Luzern. Entsprechend gezielt werde denn auch mit der «Swissness» geworben. Trotzdem sei nicht alles nur Marketing: Schweizer Data-Zentren überzeugten mit ihrer Dienstleistung.

Weitere Informationen auf eco srf.ch


Inländer-Vorrang? Nichts ist passiert

7. Februar 2015

Ein Jahr nach der Annahme der Initiative gegen Masseneinwanderung fragt «ECO» die wichtigsten Unternehmen der Schweiz, ob sie neue Programme aufgelegt haben, um mehr inländische Fachkräfte zu rekrutieren. Die kurze Antwort lautet: Nein.

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Das hauchdünne Mehr am 9. Februar 2014 löste einen Schock aus. Gleichzeitig verlangten die Wirtschaftsverbände eine massvolle Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative, die ihre Interessen berücksichtige. Von einem Umdenken in den eigenen Reihen – bei Anstellungen inländische Fachkräfte zu bevorzugen, wie es die SVP fordert – war bisher wenig zu hören. Das Potenzial ist bekannt: Junge, Frauen und Ältere, sie alle können besser integriert werden, wenn es die Wirtschaft denn wollte und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen würde.

Lesen Sie mehr auf eco srf.ch


Businessplan: So bringen Sie Ihre Geschäftsidee auf den Punkt

7. Februar 2015

Bildschirm 1Ein Businessplan ist unabdingbar, wenn man externe Investoren oder Kapitalgeber sucht. So gelingt das komplexe Unterfangen.

Einen Businessplan zu erstellen, ist ­anspruchsvoll und aufwendig, das stimmt. Wer aber davor zurückschreckt, sollte sein Projekt vielleicht ­besser gleich begraben. Denn erstens ist dies ­bereits ein starkes Indiz dafür, dass die nötige Einsatzbereitschaft und der Durchhaltewille für eine erfolgreiche Unternehmens­gründung fehlen. Zweitens ist ein Businessplan unabdingbar, wenn man externe Investoren oder Kapitalgeber sucht. Auch wer kein Fremdkapital benötigt, sollte dringend einen Businessplan, auch Unternehmensplan genannt, ausarbeiten.

Das zwingt einen, sich intensiv mit dem künftigen Unternehmen auseinanderzusetzen, seine Idee nochmals auf den Prüfstand zu ­stellen, die geplante Finanzierung erneut durchzurechnen und alle möglichen Szenarien für die Zukunft durchzuspielen. Ausserdem wird ein Unternehmensgründer so auch davor geschützt, in der Anfangseuphorie wichtige Aspekte zu ­vergessen. Was wiederum das Risiko minimiert, kapitale ­Fehler zu begehen. Dies natürlich nur, wenn der Businessplan die wichtigsten Elemente enthält.

Weitere Details aus beobachter.ch


Für rund 64’000 Unternehmen stellt sich die Frage der Nachfolgeplanung

13. Januar 2015
 MP900285177Gemäss einer Studie von Bisnode D&B sind 12.7% der Aktiengesellschaften, 19.1% der Einzelfirmen und 5.8% der GmbH von der Thematik der Nachfolgeregelung betroffen. Am meisten Unternehmen hat es im Espace Mittelland (12’762), Genferseeregion (11’616) sowie Region Zürich (10’323). Auch bezüglich Branchen kann man unterschiede feststellen, so ist das Druck- und Verlagsgewerbe sowie die Immobilien Branche am meisten betroffen und die noch junge IT-Dinstleistungsbranche am wenigsten.
Weitere Details zu dieser Studie sind auf der Seite von Bisnode D&B nachzulesen. Der Link dazu:

Die UBS und ihre Eigenkapitalrendite

7. Oktober 2012

Artikel im Never Mind the Markets vom Tagesanzeiger, von Mark Dittli

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/

Sehr guter Blogbeitrag mit interessanten Aspekten:

Nun kann der UBS gewiss zugestanden werden, dass sie besser wirtschaftet als der Durchschnitt der europäischen Banken. Aber davon mal abgesehen: Ist eine definierte Eigenkapitalrendite überhaupt ein sinnvolles Ziel?

Professor Urs Birchler von der Universität Zürich findet Nein. Zusammen mit Alexander Wagner kritisiert er in seinem Blog (Batz.ch) die Aussagen Ermottis. Birchler und Wagner argumentieren, dass die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE) eines Unternehmens die eingegangenen finanziellen und operativen Risiken spiegelt. Je höher diese Risiken, desto höheren RoE verlangen die Investoren (hier ist konkret vom Required RoE oder RRoE die Rede). Ermotti hat darauf auf Birchlers Blog eine Replik publiziert (hier die Details dazu).

Es gibt jedoch noch einen weiteren Grund, weshalb ein RoE-Ziel für ein Unternehmen nur bedingt sinnvoll ist (in diesem Kommentar mit dem Titel «Falsches Ziel, Herr Dougan»bereits beschrieben): Der RoE ist nämlich nichts anderes als die Gesamtkapitalrendite (Return on Assets, RoA), multipliziert mit dem Leverage.

Hier die genaue Formel dazu:

RoE = (Gewinn/Gesamtkapital) * (Gesamtkapital/Eigenkapital)

Der erste Faktor (Gewinn/Gesamtkapital) definiert den RoA, der zweite Faktor (Gesamtkapital/Eigenkapital) ist die Definition für den Leverage in der Bilanz. Je weniger Eigenkapital, desto grösser ist der Leverage.

Die oben erwähnte Formel lässt sich also auch anders schreiben:

RoE = Können * Glück

Sergio Ermotti und auch Brady Dougan von der Credit Suisse setzen sich ein Ziel, das aus Können mal Glück besteht. Das schafft in einer Grossbank den Anreiz, den Leverage in der Bilanz stets bis zum maximal Zulässigen auszureizen. Wenn sie Glück haben und die Märkte mitspielen, pumpt das die Eigenkapitalrendite auf. Und wenn sie Pech haben, blutet der Aktionär – oder der Steuerzahler.


Die Gier hat sich ins Herz der Banken hineingefressen

16. Juli 2012

Ich habe einen interessanten Artikel in NZZ am Sonntag vom 15.07.2012 gefunden:

Früher gab es Betrug nur an den Rändern des Finanzgeschäfts. Heute vergiftet die rücksichtslose Jagd nach schnellem Geld die Kultur von Märkten und Banken, schreibt Urs Birchler

Libor – wir können es nicht mehr hören. Früher klang das Wort wie die Zauberformel aus einem Märchen. Nur Spezialisten wussten, was sich dahinter verbirgt. Längst vergessen ist der griechische Bankier Minos Zombanakis, der 1969 die erste Libor-Anleihe (an Iran) erfand. Heute steht «Lie-Bore» oder «Lie-More» nur noch für den wohl grössten Finanzbetrug der Geschichte.

Dabei geht es um Hundertstelprozente. An diesen hängen Geschäfte in Beträgen mit 14 Nullen – die Hälfte des gigantischen weltweiten Derivatmarktes. Dies ist der längste Hebel, der auf den Finanzmärkten zu finden ist. Schon eine Manipulation um wenige Hundertstelprozente verschiebt Milliardenbeträge von, beispielsweise, Pensionskassen zu Hypothekarschuldnern.

Zweifel, wonach nicht alle Banken diesen Referenzzinssatz für Interbankengeschäfte ehrlich meldeten, bestanden seit längerem. Vor der Finanzkrise fiel auf, dass die Libor-Sätze im Tagesverlauf kaum schwankten. Doch erst die Krise öffnete
dem Betrug Tür und Tor. Die Banken gaben einander kaum mehr Kredite. Der Libor beruhte immer weniger auf echten Geschäften und immer mehr auf hypothetischen Zinssätzen, zu denen die Banken – nach eigenen Angaben – hätten borgen können.

Der Nachweis, dass etwas faul ist, gelang Rosa Abrantes-Metz und Sofia Villas-Boas spätestens 2010. Sie benutzten das Benfordsche Gesetz über die Verteilung der einzelnen Ziffern in Statistiken (beispielsweise ist die 0 in der Regel häufiger als die 9), mit dem schon Forscher der Fälschung von Daten überführt wurden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass mit einer Ausnahme alle Banken geschummelt haben könnten.

Wer profitiert hat und wer geprellt wurde, ist kaum genau festzustellen. Der Fall verspricht auf Jahre hinaus Futter für Juristen und negative Publizität für Banken. Geschädigt bleibt der Ruf nicht nur der Banken, sondern des Bank- und Geldwesens insgesamt und der Marktwirtschaft schlechthin. Als ob es dessen noch bedurft hätte.

Wie kommt es, dass ein Klub von Gentlemen zu einer kriminellen Vereinigung mutiert? Gier? Nein. Gierig waren wir schon, bevor wir aufrecht gehen konnten. Zieht das Geld die Kriminalität an wie der Kuhfladen die Fliegen? Schon eher, aber auch nicht erst heute. Schon in den Anfängen des Aktienhandels zogen die Händler in Amsterdam von Kaffeehaus zu Kaffeehaus und redeten dieselbe Aktie hier in den Himmel, dort in die Hölle. An der alten Zürcher Börse nutzten Börsenhändler Differenzen zwischen Aufträgen zum lukrativen Kursschnitt.

Finanzbetrug gab es immer. Aber er fand an den Rändern oder in einzelnen Enklaven des Finanzgeschäfts statt: Der Chiasso-Skandal von 1974 betraf eine einzelne Filiale; Leason, Madoff, Kerviel, Adoboli waren Einzelfiguren. Neu scheint: Gier und Rücksichtslosigkeit haben sich ins Herz der Banken und der Märkte hineingefressen. Wahnwitzige Boni und Abgangsentschädigungen, Inanspruchnahme von Staatshilfe (mindestens durch die Hälfte der Banken im Libor-Panel) gepaart mit Arroganz, zuletzt die Libor-Schummelei – das sind nicht mehr Taten von einzelnen, das ist Kultur.

Im Investment Banking beispielsweise gilt die Mentalität des «you eat what you kill». In dieser Jäger-und-Sammler-Gesellschaft tötet jedes Individuum oder Team für sich. Der Duft des monetären Blutes entfesselt enorme individuelle Energien; die Beteiligten vergessen ihre Umwelt und manchmal sich selbst. Die Mentalität mischt sich – trotz hartnäckigen Versuchen der Universalbanken – nicht mit dem ruhigeren Naturell der Gartenbauern im Kreditgeschäft. Hier wird nicht getötet, sondern gepflegt. Nur: Wer heute sät, kann nicht morgen schon ernten. Dies aber verlangt die Schnelllebigkeit des Geschäfts. Erfolg wird heute kurzfristig belohnt, und es scheint, belohnte Ungeduld macht süchtig.

Die beiden Schweizer Grossbanken haben im Libor-Skandal eine weitere goldene Gelegenheit versäumt, sich als verlässliche, ehrliche Partner zu profilieren und sich von der internationalen Konkurrenz abzugrenzen. Stattdessen stehen sie nun nicht nur im Visier der Behörden, sondern sind auch bereits Ziele von Sammelklagen in den USA. Negativwerbung dürfte ihnen für einige Zeit sicher sein. Der Kulturwandel muss nun in einer Zeit gelingen, in der das bis zum Ausbruch der Finanzkrise weltweit aufgeblähte Bankgeschäft international und national schrumpft. In der Schweiz kommt noch der Verlust des mit Steuerhinterziehung verbundenen Geschäfts dazu. In den nächsten Jahren wird die Schweiz deshalb Herausforderungen zu bewältigen haben, die an die Textilkrise nach dem Ersten Weltkrieg erinnern.

Die Schweizer Bankbranche war seit den 1960er Jahren so erfolgreich, dass sie zuletzt als Hauptsponsor der Schweiz wahrgenommen wurde – und sich zunehmend auch so fühlte. Es ist nicht einfach, plötzlich in den Mantel des Sanierungsfalls zu schlüpfen. Aber ein Trumpf bleibt auch fehlbaren Banken noch: die grosse Mehrheit grundehrlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.



Resistentes Beratungsgeschäft

18. Juni 2012

Ich habe einen interessanten Artikel in Neue Zürcher Zeitung vom 13.06.2012 gefunden:

Resistentes Beratungsgeschäft

Mehr Nachfrage der Banken aufgrund neuer Regulierungen

Die Unternehmensberater haben 2011 in der Schweiz 1,4 Mrd. Fr. an Honoraren erzielt, gut 9% mehr als im Vorjahr. Speziell die Banken trugen zum Umsatzwachstum bei.

sco. · Krisen lösen häufig vermehrt Regulierungen aus, was wiederum tendenziell mehr Nachfrage nach Unternehmensberatung zur Folge hat. Diese These scheint die jährliche Studie zum Beratermarkt Schweiz der Association of Management Consultants Switzerland (Asco) zu bestätigen. Die Honorarvolumen der Beratungsfirmen in der Schweiz stiegen demnach 2011 gegenüber dem Vorjahr um 9% (vgl. Tabelle) und lagen damit über den Wachstumserwartungen von 6% der Asco. Insbesondere die Nachfrage im Finanzbereich entwickelte sich aufgrund von Regulierungsschüben überdurchschnittlich gut. Den Rückgang im öffentlichen Bereich schreiben die Autoren einerseits den Sparmassnahmen zu, und andererseits gebe es eine Verschiebung von Beratungsdienstleistungen hinzu Informatik-projekten.

Fehlender «Nachholeffekt»

Die Beratungsfirmen rekrutierten 2011 noch 1000 Angestellte. Im laufenden Jahr sind 780 Neueinstellungen geplant, was einem Rückgang von 22% entspricht. Davon sind allerdings nur 280 neue Stellen, der Rest betrifft den Ersatz für Abgänge. Nach der Finanzkrise hatten die Berater 2011 ihre auf dem Minimum gehaltenen Bestände wieder hochgefahren. Der fehlende «Nachholeffekt» erklärt die Abschwächung im laufenden Jahr.

Erfahrene Berater gefragt

Während die Firmen sich lange vor allem einen vielzitierten «Krieg» um die Talente lieferten, sehe man heute zusätzlich eine schwer zu befriedigende Nachfrage nach erfahrenen Beratern, sagte Co-Autor Holger Greif, Leiter Consulting Financial Services bei PwC, anlässlich der Präsentation der Studie. Dieser Trend basiert auf einer erhöhten Nachfrage nach Expertenwissen durch die Kunden. Für das laufende Jahr erwarten die von der Asco befragten Unternehmen ein Wachstum von 4% bei den Honorarumsätzen.


Personal Swiss – Fachmesse für Personalmanagement 17.-18. April 2012

12. April 2012

Versäumen Sie auch dieses Jahr nicht die Personal Swiss zu besuchen – 17.-18. April 2011, Messe Zürich, Halle 5 und 6
Treffen Sie auf der Personal Swiss auf die wichtigsten Marktteilnehmer von Produkten und Dienstleistungen für das Personalwesen. Nutzen Sie die Möglichkeit und informieren Sie sich über Produktneuheiten, Trends und Entwicklungen, die sich im Personalwesen abzeichnen und vor allem nutzen Sie die vielzähligen Networking-Möglichkeiten auf der Messe.

Zahlreiche interessante Praxisforen geben Ihnen die Möglichkeiten sich über neueste Trends und Produktneuheiten zu informieren.

Personal Swiss

Weitere Details:

http://www.personal-swiss.ch/content/index_ger.html


High Tech Standort Kt. Aargau

11. April 2012

Der Aargau soll der „Hightech-Kanton der Schweiz“ werden. Mit diesem Ziel hat der Regierungsrat sein Förderprogramm „Hightech Aargau“ lanciert. Er beantragte dem Parlament einen Kredit von rund 40 Millionen Franken. Das Geld soll bis Ende 2017 ausreichen.

Die Initiative soll dazu beitragen, dass im Aargau in den nächsten Jahren durch hohe Wertschöpfung bei tiefem Ressourcenverbrauch ein qualitatives Wirtschaftswachstum stattfinden kann, sagte Regierungsrat Urs Hofmann (SP) am Mittwoch vor den Medien in Aarau.

Es gehe darum, den kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) einen optimalen Zugang zu den verfügbaren Technologien zu ermöglichen. Damit könnten die KMU ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

Der Aargau verfüge über eine hohe Standortqualität, habe jedoch strukturelle Schwächen, hiess es. Der Maschinen- und Metallbau sowie die Elektro- und Elektronikindustrie seien dominant.

… Konkret sieht das Förderprogramm ein „Hightech-Zentrum“ vor, das den Unternehmen in den Bereichen Innovationsberatung sowie Nano- und Energietechnologie Dienstleistungen anbietet.

Der Aargau soll zudem den jährlichen Forschungsfonds auf 1,2 Millionen Franken aufstocken sowie die Hightech-Kooperation mit den Kantonen der Nordwestschweiz stärken….

Weitere Details auf Cash Online: http://www.cash.ch/news/alle/aargau_will_sich_als_hightechstandort_in_stellung_bringen-1155227-448


Finanzsphäre sollte Realwirtschaft dienen

7. April 2012

Die Masse an Derivaten entspricht einem Vielfachen der weltweiten Wirtschaftsleistung. Dies schaffe gefährliche Fehlanreize, warnt Marc Chesney, Professor für quantitative Finance an der Universität Zürich. Anstatt Risiken abzusichern, schaffen sie neue.

Ein interessantes Interview in der NZZ.

Details dazu auf http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/die-finanzsphaere-sollte-der-realwirtschaft-dienen_1.16260879.html

 


Risikokapital für die Schweiz

2. April 2012

 

      Auszug aus Credit Suisse in der Schweiz:

Die SVC – AG für KMU Risikokapital stellt Schweizer KMU und Jungunternehmen Risikokapital in der Höhe von insgesamt bis zu 100 Millionen Franken zur Verfügung.

Die Gesellschaft tätigt nachhaltige Investitionen in innovative Projekte von KMU und Jungunternehmen, die den Werkplatz Schweiz stärken oder Arbeitsplätze schaffen. Dafür stehen bis zu 100 Millionen Schweizer Franken zur Verfügung. Folgende drei Zielgruppen stehen im Fokus:

  •             Jungunternehmen
  •             bestehende Unternehmen
  •             Kleingewerbe

Das Risikokapital wird als Eigenkapitalstütze oder als Darlehen mit Erfolgsbeteiligung an innovative Unternehmen in verschiedenen Unternehmensphasen vergeben.

Das investierte Kapital soll durch ausgeglichene Investitionen erhalten bleiben und nachhaltigen Mehrwert schaffen. Zurückfliessendes Kapital und realisierte Gewinne werden in neue Projekte reinvestiert. Langfristig werden somit die Schweizer Wirtschaft insgesamt und KMU und Jungunternehmen im Besonderen unterstützt.

Nähere Informationen über die „SVC – AG für KMU Risikokapital“ und über den Prozess, wie Projekt- und Finanzierungsanträge eingereicht werden können, finden Sie unter www.svc-risikokapital.ch.


Mikro-Management: Wenn der Vorgesetzte alle Aufgaben übernimmt

27. März 2012

Katrin Bohnenberger schreibt in Persolog:

Geschäftsleute

Gute Führung ist das A und O für jedes Unternehmen

Wie der Führungsstil eines Vorgesetzten ausgeprägt ist, hängt häufig davon ab, ob er seinen Mitarbeitern vertraut.

Denn fehlendes Vertrauen in die Fähigkeiten der Mitarbeiter, begünstigt das sogenannte Mikro-Management.

Vorgesetzte, die Mikro-Management betreiben, mischen sich übermäßig in die Aufgaben und Details ihrer Mitarbeiter ein, kontrollieren sie und lassen ihnen damit nur wenig Handlungsautonomie.

Ein solcher Führungsstil hat wesentliche Auswirkungen auf das Unternehmen. Nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch die Führungskräfte selbst ergeben sich drastische Folgen. Das berichtet die Financial Times Deutschland.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier: http://www.persolog-blog.de/allgemein/mikro-management-wenn-der-vorgesetzte-alle-aufgaben-uebernimmt/

Eine der Kernkompetenzen jedes Unternehmens ist Führung. Doch oft klemmt es gerade hier. ABOS-CONWORKS unterstützt Sie darin Ihren Führungsstil zu hinterfragen und zu überdenken und weist Ihnen den Weg voran mit gezieltem Coaching. Nutzen Sie das Kontaktformular oder rufen Sie uns an.

 


10 Social Media Marketing Tipps für Unternehmen

22. März 2012
Netz

In der Vernetzung zeigt sich erst der Meister

Natascha Ljubic in Wien schreibt in ihren empfehlenswerten Blog über Social Media für Unternehmen. Ihr Artikel listet folgende zehn Marketing Tipps auf (hier nur die Überschriften):

  1. Xing erfolgreich nutzen
  2. Nutzen Sie Twitter für Ihr Unternehmen
  3. Kommunizieren Sie auf Facebook
  4. Starten Sie einen Unternehmensblog
  5. Überwachen Sie Ihre eigene Online Reputation. Lassen Sie rufschädigende Aussagen im WWW entfernen
  6. Bewertungsportale für Marketing nutzen
  7. Berichtenswerte Themen für PR finden
  8. Feedback nutzen
  9. Werbeanzeigen in Google und Facebook
  10. Nutzen Sie die richtige Versandzeit für Ihren Newsletter

Lesen Sie den kompletten Artikel hier.

ABOS-CONWORKS (Schweiz) unterstützt Sie bei der Entwicklung einer Social-Media-Strategie für Ihr Unternehmen. Nutzen Sie das Kontaktformular oder rufen Sie uns an.


Jeff Haden: Merkmale aussergewöhnlich guter Mitarbeiter

16. März 2012

Auf dem Blog Websklaven.de zitieren die Autoren den amerikanischen Autor Jeff Haden, der auf der Blogseite „Inc.“ veröffentlicht.

Hier eine Zusammenfassung:

Geschäftsleute

Aussergewöhnlich gute Mitarbeiter sind schwer zu finden

Was kennzeichnet einen guten Mitarbeiter?

Gute Mitarbeiter sind zuverlässig, initiativ, sorgfältig und fleißig. Sie sind gute Führungskräfte und / oder gleichzeitig gute Team-Mitglieder und vieles mehr. Aber einige Mitarbeiter sind nicht nur gut, sondern außergewöhnlich.

Acht Merkmale außergewöhnlicher Mitarbeiter

  1. Sie ignorieren ihre Stellenbeschreibung
  2. Sie sind exzentrisch
  3. Aber sie wissen, wann sie zurückdrehen müssen
  4. Aussergewöhnliche Mitarbeiter loben öffentlich
  5. … und sie kritisieren oder problematisieren privat
  6. Sie sprechen, wenn andere schweigen
  7. Sie wollen beweisen, dass andere falsch liegen
  8. Sie “Tüfteln”

Gute Mitarbeiter folgen den vorgegebenen Prozessen – außergewöhnliche Mitarbeiter finden Wege, die Prozesse zu verbessern. Nicht nur, weil man es von ihnen erwartet, sondern weil sie einfach nicht anders können.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Was sind Ihre Erfahrungen? Wie erkennen Sie den aussergewöhnlichen Mitarbeiter beim Vorstellungsgespräch?

 


12 Tips für gutes Führen

13. März 2012
Geschäftsmann präsentiert am flipchart

Führen heisst, auch loslassen zu können.

Art Petty schrieb kürzlich einen lesenswerten Artikel in seinem Blog über Management Excellence. Er betitelte ihn „Leadership Caffeine –12 Shots of Leadership Espresso„.

Wir möchten hier den Artikel frei übertragen und zusammenfassen. Er spricht von 12 „Schuss“ (Portionen) Espresso, damit alles beim Führen „rund läuft“. Hier seine 12 Portionen Führung.

  1. Locker bleiben: Was kostet Sie schon ein extra Lächeln im Büro? Auch wenn Sie vielleicht das letzte Mal gelächelt haben als Adolf Oggi noch Bundesrat war, ein Lächeln verbreitet gute Stimmung und macht die Mitarbeiter wundern. Lächeln Sie ein paar Tage hintereinander und Ihre Mitarbeiter werden beginnen zurück zu lächeln. Den Rest des Beitrags lesen »

Am Ball bleiben!

2. März 2012

(Artikel von Dr. iur. Bernhard Madörin; erschienen in: „Der Geschäftsführer“, Ausgabe 01//2012):

English: Rolle, Vaud, Switzerland

KMU prägen unsere Schweizer Wirtschaft. Image via Wikipedia

Als Geschäftsführer einer KMU-Unternehmung muss man am Ball bleiben, um erfolgreich zu sein und zu bleiben. Alleine schon das Niveau mit seinem Produkt oder seiner Dienstleistung zu halten oder zu steigern, absorbiert Kräfte. Im finanziellen Umfeld des Unternehmens am Ball zu bleiben, fordert.

Unternehmensführung

Um als Unternehmer Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft zu übernehmen, muss ein innovatives und kreatives Klima durch ein positives Mitarbeiterumfeld geschaffen werden. Mit Vision und Integrität ein Vorbild sein, um so mit Mitarbeitern erfolgreich zu sein; gegenseitiges Nehmen und Geben. Den Rest des Beitrags lesen »


Was macht ein gute „Key Perfomance Indicator“ ?

19. Februar 2012

Key Performance Indicators“ (KPIs) werden von Unternehmen in die ganze Welt benützt um den Erfolgsgrad des Geschäftes gegenüber Zielsetzungen oder Plan zu messen. Ein guter KPI wird eine Unternehmung dabei helfen ein genaues Bild zu erhalten wie es mit ihrem Geschäft geht, aber auch wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Nicht angepasste oder schlechte KPIs werden das Gegenteil verursachen, dass heisst ein falsches Bild geben, wie es mit dem Geschäft oder mit einem spezifischen Geschäftsbereich wirklich geht. Zu einem guten KPI gehören drei bestimmten Merkmalen.

Das erste Merkmal eines KPI ist dass die Bedingungen, unter welche er designiert und definiert wird, für alle Beteiligten bekannt und verständlich sind. Jeder in der Unternehmung muss in der Lage sein zu verstehen was genau der KPI ist, und was er bedeutet und misst. Gut definierte KPIs werden Mitarbeitern innerhalb eines Geschäftes oder eines Projekts dazu unterstützen, was getan werden soll um Tätigkeiten in einem Erfolg umzusetzen, und wie er ihrer individuellen Position in der Unternehmung beeinflusst. Ein gut definierter KPI wird auch helfen die Missverständnisse, wie man den Erfolg misst, zu vermeiden und die Unternehmung unterstützen sich als eine kohäsive Einheit zu bewegen.

Das zweite Merkmal eines guten KPI ist dass es etwas, was messbar ist. Viele Unternehmen machen den Fehler  KPIs auszuwählen, die keinen quantitativen Wert haben und die man nicht messen oder analysieren kann. Ein KPI, dass man nicht messen kann, könnte auch ein gutes Ziel für die Unternehmen darstellen, ist aber nicht etwas das man benützen kann um den Geschäftserfolg festzustellen.

Die letzte Qualität eines guten KPI ist, dass er direkt mit dem Zielen, die die Unternehmung erreichen möchte, mitwirkt.  Wenn eine Unternehmung eine spezifische Grösse als KPI auswählt, muss sie sich genau überlegen wie er genau mit dem Ziel des Geschäftes verbunden ist. Falls er nicht direkt mit dem Ziel, den eine Unternehmung reichen möchte, wirkt, denn kann er nicht benützt werden um den Erfolg zu messen, oder wie fern die Unternehmung von diesem Ziel entfernt ist.

Mehr dazu:

  • KPIs (About.Com Management)
  • KPIs (Controlling-Portal.de)