Am Ball bleiben!


(Artikel von Dr. iur. Bernhard Madörin; erschienen in: „Der Geschäftsführer“, Ausgabe 01//2012):

English: Rolle, Vaud, Switzerland

KMU prägen unsere Schweizer Wirtschaft. Image via Wikipedia

Als Geschäftsführer einer KMU-Unternehmung muss man am Ball bleiben, um erfolgreich zu sein und zu bleiben. Alleine schon das Niveau mit seinem Produkt oder seiner Dienstleistung zu halten oder zu steigern, absorbiert Kräfte. Im finanziellen Umfeld des Unternehmens am Ball zu bleiben, fordert.

Unternehmensführung

Um als Unternehmer Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft zu übernehmen, muss ein innovatives und kreatives Klima durch ein positives Mitarbeiterumfeld geschaffen werden. Mit Vision und Integrität ein Vorbild sein, um so mit Mitarbeitern erfolgreich zu sein; gegenseitiges Nehmen und Geben. Zum Erfolgsfaktor einer ganzheitlichen Unternehmensführung gehört auch die Vorgabe einer klaren und nachvollziehbaren Strategie. Wenn alle am gleichen Strick und in die gleiche Richtung ziehen, geht es vorwärts. Im Verwaltungsrat ist personell ein Weg zwischen familiärer Nähe und Professionalität zu suchen und zu finden. Letztendlich ist auch an eine rechtzeitige Unternehmensnachfolge zu denken.

Unternehmensgewinn

Unternehmerisches Ziel muss es sein, den Gewinn nachhaltig zu steigern. Einerseits um Reserven für schwierige Zeiten aufzubauen und andererseits, um das Unternehmen schlank zu halten. Nur ein Bewusstsein für einen schonungsvollen Umgang mit den finanziellen Ressourcen führt zu Effizienz und Gewinn. Damit können Gemeinkosten gesenkt werden. Kostenbewusstsein fördert auch die schlanke Unternehmenskultur und hält das Unternehmen konkurrenzfähig. Damit lässt sich zudem der Vertriebserfolg steigern. Resultate sind ein gesundes Unternehmen und Arbeitsplatzsicherheit für die Mitarbeitenden.

Unternehmerische Prozesse optimieren

Das schwächste Glied im Unternehmen ist die Krux. Die Unternehmensabläufe erkennen, analysieren und Schwachstellen beheben, müssen als permanenter Prozess Eingang finden, um die Produktivität zu halten. Mit kundenorientierter Mitarbeiter-führung erhöht man die Wettbewerbsfähigkeit. Eine offene und vertrauensvolle innerbetriebliche Kommunikation deckt rasch Defizite auf, strategische Kooperationen können den Unternehmensprozess verbessern.

Unternehmerisches Umfeld kennen

Neben den betrieblichen Faktoren spielt das regulatorische Umfeld eine zunehmende Rolle. Laufend neue Gesetze und neue Bestimmungen müssen im Unternehmen verarbeitet werden. Für das Jahr 2012 kommt einiges auf uns zu:

  • Im Obligationenrecht werden die Verjährungsfristen vereinheitlicht und neu definiert. Im Aktienrecht wird die «Abzockerinitiative» umgesetzt.
  • Die Eckwerte für die Revision und die Konsolidierungspflicht werden angepasst.
  • Die Rechnungslegung wird neu definiert (2014).
  • Die Kennzeichnung von Waren mit dem Schweizerkreuz wird neu reglementiert.
  • Diverse Steuerabkommen (D/NL/GB etc.) verändern unsere grenzüber-schreitenden Beziehungen.
  • Änderungen in nationalen Steuergesetzen fordern die Berater.
  • Neue Inhalte der Stiftungsaufsicht, CO2-Gesetz, Übernahme der Anerkennung der EU-Berufsqualifikation etc.

Am Ball bleiben

Als Geschäftsführer muss man am Ball bleiben. Neben all den Herausforderungen darf man eines nicht vergessen: eine ausgewogene Lebensführung. Manchmal ist weniger mehr. Es gibt auch ein Leben vor dem Tode.


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